Interkulturelles Lernen in der Praxis

Mit der interkulturellen Konzeption wird der Kindergarten der Kulturen zum lebendigen Platz interkulturellen Lebens. Er soll für die Kinder, Eltern und auch für die Pädagogen/innen ein Ort der Begegnung, des gegenseitigen Verstehens und Vertrauens sein. Die interkulturelle Erziehung möchte aus dem Nebeneinander in unserer Gesellschaft ein Miteinander gestalten. Sprachliches, soziales und kulturelles Lernen werden hier verknüpft.

Die interkulturelle Erziehung beinhaltet dabei folgende Aspekte:

  • Allgemeine Wertschätzung interkultureller Vielfalt
  • Rücksicht und Eingehen auf die Besonderheiten der im Kindergarten vertretenen Kulturen
  • Einbezug der Eltern
  • Interreligiöser Respekt

Religion

Praktisch gesehen wird den Kindern spielerisch kommunikative Kompetenz vermittelt, um interkulturelle Missverständnisse zu vermeiden und Vorurteile im Keim zu ersticken.

  • Einblicke in fremde Lebensgewohnheiten und Traditionen
  • Vergleiche zwischen der eigenen und fremden Kultur
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten erkennen, tolerieren und verstehen
  • Nach Gründen für Unterschiede und Gemeinsamkeiten suchen
  • Vorurteilsfreies Zugehen auf fremde Kulturen und Interesse für andere Gewohnheiten
  • z. B. durch Geschichten, Tanz, Musik, den Kontakt zu einer neuen Sprache, Ausflüge uvm.

In der Praxis werden Unterschiede benannt, um sie zu verstehen und schließlich zu respektieren. Aber Unterschiede werden dabei weder hervorgehoben noch ignoriert. Kulturelle Merkmale werden nicht als „Exotisch“ betont, damit kein Gefühl von „normal“ und „anders“ aufkommt. Es erfolgt ein bewusstes Spiegeln von Herkunft, Kultur, Religion und Sprache im Alltag.

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