Unser Bildungsauftrag

Der Kindergarten der Kulturen arbeitet auf Grundlage des Kinder- und Jugend­hilfegesetz (SGB VIII), des für Baden-Württemberg gültigen Kinder­tages­betreuungs­gesetz (KiTaG), der UN-Kinder­rechts­konvention von 1989 und des Orientierungs­plans für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kinder­gärten.

Unsere Grund­sätze der elementaren Bildung (unser Bildungs­auftrag) richten sich nach der Bildungs­matrix im Orientierungs­plans. Hier sind in sechs Bildungs- und Ent­wicklungs­feldern Ziel­formulier­ungen vorgegeben, die für uns als Träger verbindlich sind.

Die sechs Bildungs- und Entwicklungsfelder:

  • SINNE
  • KÖRPER
  • SPRACHE
  • DENKEN
  • GEFÜHL UND MITGEFÜHL
  • SINN, WERTE UND RELIGION

Alle Felder erfordern das Zusammenspiel aus einer anregenden Umgebung und entsprechendem Handeln unserer pädagogischen Fachkräfte.

Die Sinne der Kinder werden allein schon durch die Raumgestaltung und das interkulturelle Programm angesprochen. Das wird z.B. durch das gemeinsame Kochen mit vielfältigen Gewürzen und internationalen Rezepten unterstützt. Denn dabei gibt es vieles zu Sehen, Riechen, Fühlen, Hören und Schmecken. Und nebenbei werden soziale Komponenten mit physikalischen Gesetzen verbunden (z.B. wenn Wasser zu kochen beginnt).

Entsprechend der Bildungsmatrix sehen wir das Spielen als elementare Bildung und als eine Form des Lernens, und die Bewegung sehen wir als Motor für die Lern­entwicklung, für die Motivations­entwicklung und für die Anstrengungs­bereit­schaft. Die motorische Entwicklung ist eine wesentliche Voraus­setzung für die intellektuellen, sozialen und sprach­lichen Entwicklungs­schritte der Kinder. Denn Bewegung ist die Verbindung von Körper, Seele und Geist.

Durch unsere Raumgestaltung werden die Kinder sowohl drinnen als auch draußen aufgefordert, verschiedene Bewegungsformen auszuprobieren: Klettern, Rutschen, Rollen, Balancieren, Springen uvm. Wir planen bei der Einrichtung der Räume unterschiedliche Spielebenen, die zum Bauen und Konstruieren einladen. Somit ergeben sich Schnitt­stellen im sozialen Umgang mit Natur­wissen­schaften. Denn durch gemeinsames Bauen und Konstruieren sind Regeln und Absprachen nötig und es fließen automatisch die Erfahrungen mit physikalischen Gesetzen ein.

Kinder mit Farbe

In vielfältigen Alltags- und Umwelt­erfahrungen begegnen die Kinder mathe­matischen Größen und natur­wissen­schaft­lichen Zusammen­hängen, die es zu ergründen gilt. Zum Beispiel kommen beim Spielen die unter­schied­lichsten Materialien wie Holz, Kunststoffe, Metall, Stoff uvm. zum Einsatz.

Auch schon beim Tischdecken (Anzahl der Kinder, Teller, Besteck, …) ist die Mathematik im Alltag zugegen. Ebenso wie die Naturwissenschaft durch regelmäßige Beschäftigung mit Natur, Tieren und Pflanzen z.B. bei Ausflügen, durch Experimente in unserem Werk-Atelier oder durch die ökologische Gestaltung unsere Außenanlage.

Junge

Aber wir schaffen auch zahlreiche Möglichkeiten zum Ausruhen, für Entspannungsübungen und Rückzugsmöglichkeiten. Die Kinder sollen auch Ruhe und Raum haben, sich selbstständig zu waschen, Zähne zu putzen oder einzucremen. Dazu wird unser Kinderbad entsprechend gestaltet. Es wird auch Platz zum Plantschen und Experimentieren mit Wasser geben. Neben der Hygiene kommt aber auch die Gesundheit nicht zu kurz: Denn viel Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem Ihrer Kinder, wir achten auf gesunde und abwechslungsreiche Ernährung und darauf dass die Mahlzeiten in ruhiger, entspannter und gesitteter Atmosphäre statt finden. Wir sprechen mit Kindern und Eltern über gesunde Ernährung und nehmen Rücksicht auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder (ausruhen, schlafen, bewegen).

Auch Sprache soll im Kindergarten erlebbar gemacht werden. Die Freude und Neugierde an der gesprochenen und geschriebenen Sprache wird gefördert. Die Erzieher/innen begleiten jedes Kind während seiner Sprachentwicklung und sind Vorbild z. B. durch langsames und deutliches Sprechen. Das Team geht auf die individuelle Sprachentwicklung jedes Kindes ein, nimmt sich Zeit für ein Gespräch mit dem Kind. Zum Kindergartenalltag gehören auch das Vorlesen, Geschichten erzählen und darüber sprechen. Mehr zum interkulturellen Bezug finden Sie unter Gesamtkonzeption – Unser Schwerpunkt – Sprachen.

Wir legen besonderen Wert auf die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit jeden Kindes sowie auf die Entwicklung der sozialen Beziehungen der Kinder untereinander und zu den Erwachsenen.

Für das Soziale Lernen sind deshalb auch Aufgaben unseres Teams:

  • enge Zusammenarbeit und ständiger Austausch mit den Eltern
  • Vertrauen und Bindung zwischen Erzieher/in und Kind aufbauen
  • Freundschaften und Begegnungen zwischen den Kindern im Tagesablauf unterstützen
  • Einbezug der Kinder bei Tagesablauf, Raumgestaltung und Regeln
  • Eigenverantwortlichkeit der Kinder stärke
  • Raum lassen für Gespräche bei Konflikten zwischen den Kindern

Kinderprojekt

Eine gezielte Vorbereitung auf die Schule findet im letzten Kindergartenjahr statt. Hier wird in Kooperation mit der Tullaschule die Schulfähigkeit gefördert.

Die Vorschulkinder sollen, z.B. in Klein-Gruppen, lernen, genau hinzusehen, zuzuhören, zu imitieren, sanft mit Dingen umzugehen, leise und konzentriert zu arbeiten. Dabei lernen die Kinder ganz nebenbei, mit anderen Kindern und Erwachsenen in Aktion zu treten. Sie sollen lernen, zu beschreiben was man sieht, erklären wie etwas funktioniert oder anderen sagen wie man etwas macht.

Warum..Wieso..Weshalb?

Unser gesamtes pädagogisches Konzept zeigen und erklären wir Ihnen bei Interesse gerne in einem persönlichen Gespräch.