Unser Leitbild

- Bild vom Kind - Vorstellung von Bildung - Rolle der Erzieher/in -

kindliche Lebenswelt

Der Gedanke, dass jeder Mensch einzigartig und im Grunde seines Wesens gut ist, leitet die pädagogische Arbeit im Kindergarten der Kulturen. Wie in der Reggio-Pädagogik haben wir ein positives und optimistisches Bild von jedem Kind. Das Kind ist Konstrukteur seiner Entwicklung und seines Wissens und Könnens. Es ist geradezu ein „eifriger Forscher“. Die Kinder bilden sich selbst, müssen aber angeregt werden durch räumliche Impulse oder durch Aktionen und Spiele. Zudem werden die Kinder als vorurteilsfreie Menschen wahrgenommen, für die von Geburt an nichts Fremdes existiert, dem sie ablehnend gegenüber stehen.

Um diesen Wesenszug zu erhalten, baut der Kindergarten der Kulturen seine Arbeit auf einem interkulturellen Konzept auf. Denn interkulturelle Bildung hat dann eine Chance, wenn sie schon von klein an verankert wird.

Interkulturelle Erziehung bedeutet für uns nicht allein die Zusammenkunft von Kindern verschiedener Nationalitäten (=multinational), sondern das Eingehen auf die kulturelle Verschiedenheit. Dadurch lernen Kinder, dass sich alle Menschen in Aussehen, Ansichten und Verhalten unterscheiden und dadurch einzigartig sind. Nur wenn das Fremde und Andersartige allmählich zur Normalität wird und als Alltag erlebt wird, ist es möglich Missgunst gar nicht erst entstehen zu lassen und es wird ein wichtiger Teil der kindlichen Lebenswelt.

Der/Die Erzieherin wird als Wegbegleiter/in und Partner/in wahrgenommen. Er/Sie schenkt den Kindern Vertrauen und Wertschätzung und gibt ihnen die Freiräume, damit die Kinder eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten entfalten und kreativ tätig sein können. Dabei entdecken Kind und Erzieher/in gemeinsam neue Themenfelder. Stellt das Kind eine Frage, die es beschäftigt und thematisch neu ist, kann sie in Projekten thematisiert werden. Dabei haben der/die Erzieher/in die Aufgaben zu forschen, zu begleiten, Impulse zu geben, Ressourcen bereitzustellen und zu dokumentieren.